Ein Roadtrip mit Kurt durch Südafrika:Die Garden Route entdecken!

Ein Roadtrip mit Kurt durch Südafrika:
Die Garden Route entdecken!

Südafrika hat eine unglaubliche Vielfalt an wunderschönen Landschaften zu bieten und eine der bekanntesten ist die Garden Route. Eine Fahrt entlang dieser atemberaubenden Strecke gehört zu den absoluten Highlights einer Südafrika-Reise. Hier erfahren Sie, warum Sie diese spektakuläre Route unbedingt erleben sollten und welche Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und kulinarischen Genüsse Sie auf Ihrem Roadtrip erwarten.

Die Strecke: Von Kapstadt bis Port Elizabeth

Die Garden Route erstreckt sich von Mossel Bay in der Provinz Westkap bis nach Storms River in der Provinz Ostkap und umfasst etwa 300 Kilometer. Sie können die Reise entweder in Kapstadt beginnen und entlang der Küste oder durch das Innere des Landes nach Osten fahren oder ab Gqeberha (Port Elizabeth) nach Kapstadt, also in Richtung Westen. Die Strecke führt durch wunderschöne Landschaften, von Bergen über Wälder und Strände bis hin zu Lagunen und Flussmündungen. Es ist eine Fahrt, die durch atemberaubende Ausblicke und faszinierende Naturwunder belohnt wird.

Die Sehenswürdigkeiten entlang der Route

Die Garden Route ist bekannt für ihre natürliche Schönheit und es gibt zahlreiche, je nach persönlichem Interesse und Geschmack, atemberaubende Sehenswürdigkeiten, entlang der Strecke zu entdecken. Zu den Höhepunkten gehören der Knysna Heads, ein faszinierendes Naturschauspiel, bei dem zwei Felsen das Meer teilen, der Tsitsikamma-Nationalpark mit seinen malerischen Wanderwegen und der Bloukrans-Bridge-Bungee, der höchste Bungee-Sprung der Welt.

Outdoor-Abenteuer auf der Garden Route

Für alle Abenteurer und Outdoor-Enthusiasten gibt es auf der Garden Route zahlreiche Aktivitäten, die das Adrenalin in die Höhe treiben. Eine Möglichkeit ist das Kajakfahren entlang der Küste oder der Aufstieg auf den Gipfel des Tafelbergs. Auch eine Wanderung durch den Tsitsikamma-Nationalpark oder ein Tauchgang in einem der vielen Küstengewässer der Region können ein unvergessliches Erlebnis sein.

Kulinarische Höhepunkte auf der Garden Route

Die Garden Route in Südafrika hat kulinarisch eine Menge zu bieten. Besonders bekannt ist die Region für ihre frischen Meeresfrüchte, die in zahlreichen Restaurants entlang der Route serviert werden. Die Auswahl ist dabei vielfältig: von Austern und Hummern bis hin zu Garnelen und Muscheln. Wer auf der Suche nach einem besonderen kulinarischen Erlebnis ist, sollte das berühmte Knysna Oyster Festival besuchen. Jedes Jahr, im Juli, im südafrikanischen »Winter« also, dreht sich alles um die köstlichen Austern, die aus den Gewässern vor der Küste von Knysna stammen. Hier gibt es zahlreiche Stände, an denen man die frischesten Austern und andere Meeresfrüchte geniessen kann.

Neben den Meeresfrüchten gibt es auf der Garden Route auch zahlreiche preisgekrönte Weingüter, auf denen man die besten südafrikanischen Weine verkosten kann. Besonders empfehlenswert sind die Weingüter in der Nähe von Stellenbosch und Franschhoek, die für ihre hervorragenden Weine und ihre wunderschönen Landschaften bekannt sind.

Unterkünfte auf der Garden Route

Entlang der Garden Route gibt es eine Vielzahl von Unterkünften, vom persönlichem Bed and Breakfast und Gästehaus bis hin zu luxuriösen Hotels und Villen. Wer gerne in der Natur übernachtet, kann auch in einem der zahlreichen Nationalparks entlang der Route übernachten.

Eine der bekanntesten Unterkünfte auf der Garden Route ist das Phantom Forest Eco Reserve in Knysna. Hier kann man in luxuriösen Baumhäusern übernachten und die atemberaubende Aussicht auf den Knysna-See und die umliegenden Wälder geniessen. Auch das Fancourt Hotel in George ist eine beliebte Unterkunft auf der Garden Route. Das Hotel verfügt über drei preisgekrönte Golfplätze und ein Spa, das zum Entspannen einlädt.

Reisetipps für einen unvergesslichen Roadtrip auf der Garden Route

Um das Beste aus Ihrem Roadtrip auf der Garden Route herauszuholen, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten. Hier sind einige Reisetipps, die Ihnen helfen werden, Ihren Trip unvergesslich zu machen:

Planen Sie genügend Zeit ein: Die Garden Route ist eine wunderschöne Strecke und es gibt viele Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Restaurants entlang der Route zu entdecken. Planen Sie daher genügend Zeit ein, um alles in Ruhe erleben zu können.

Mieten Sie ein Auto: Um die Garden Route zu erleben, benötigen Sie ein Auto. Es gibt zahlreiche Autovermietungen in Kapstadt und Port Elizabeth, von denen aus Sie Ihre Reise beginnen können.

Seien Sie flexibel: Die Garden Route ist bekannt für ihre wechselnden Wetterbedingungen. Seien Sie daher flexibel und planen Sie Ihre Aktivitäten entsprechend.

Packen Sie bequeme Kleidung und Schuhe ein: Auf der Garden Route gibt es zahlreiche Wanderwege und Aktivitäten, die bequeme Kleidung und Schuhe erfordern.

Noch mehr Insider-Tipps finden Sie in meiner Checkliste Reise nach Afrika!

Südafrika ist ein faszinierendes Land mit einer unglaublichen Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Erlebnissen. Von den endlosen Stränden entlang der Küste bis hin zu den majestätischen Bergketten im Landesinneren gibt es in Südafrika eine Menge zu entdecken. Das Land hat auch eine unglaublich reiche Geschichte und Kultur, die sich in seinen Städten, Museen und Denkmälern widerspiegelt. Besonders bemerkenswert ist die vielfältige Bevölkerung des Landes, die aus einer Mischung von afrikanischen, europäischen, asiatischen und anderen Kulturen besteht.

Neben seiner Natur und Kultur hat Südafrika auch eine sehr schmackhafte Küche zu bieten, die von seiner vielfältigen Bevölkerung geprägt ist. Obwohl die Küche des Landes am besten für ihre Meeresfrüchte und Weine bekannt ist, gibt es noch viele andere lokale Spezialitäten, die man unbedingt probieren sollte.

Insgesamt ist Südafrika ein faszinierendes Land, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Ob Sie auf der Suche nach Abenteuer, Kultur oder Entspannung sind, Südafrika hat für jeden etwas zu bieten und wird Sie mit Sicherheit beeindrucken.

Mein Abenteuer als Game Ranger in Südafrika

Mein Abenteuer als Game Ranger in Südafrika

Ein Game Ranger in einem afrikanischen Reservat zu sein, war ein Traum, den ich mir in jungen Jahren erfüllte.

Als ich nach Südafrika auswanderte, erhielt ich innerhalb eines Monats einen Job und hatte ein Leben wie in Europa. Was mich aber am meisten interessierte, war die Natur. Um sie zu entdecken, brauchte ich meinen Job mit dem entsprechenden Einkommen. Die Faszination für die Wildnis und die Tiere Afrikas war schon immer in mir. So entschloss ich mich eines Tages, in Südafrika eine entsprechende Ausbildung zu absolvieren. Mit dem erworbenen Zertifikat konnte ich als Guide auf dem schwarzen Kontinent arbeiten und mich den Herausforderungen der Natur stellen.

Die Ausbildung zum Game Ranger

Ich begann eine Ausbildung als Game Ranger. Die letzte Überlebenswoche fand in der Nähe von Phalaborwa statt, einem Ort, der für seine beeindruckenden Baobabs oder Affenbrotbäume und die robusten Mopani-Bäume bekannt ist. Das Holz des Mopani-Baumes ist eines der schwersten und härtesten Hölzer im südlichen Afrika. Es ist so robust, dass selbst Termiten daran scheitern und diese Bäume meiden. Daher wird dieses Holz häufig für den Bau von Häusern und Zäunen verwendet.

Die charakteristischen Blätter des Mopani-Baumes dienen als Nahrung für die Mopani-Raupe, die sich später in den wundervollen braunen Nachtfalter (Gonimbrasia belina) verwandelt. Diese Mopani-Würmer sind eine Delikatesse, deren Verkauf der Wirtschaft mehrere Millionen Schweizer Franken Jahresumsatz einbringt. Die Innereien der Raupe werden zunächst herausgedrückt, dann mit Zwiebeln frittiert und zusammen mit Mieliepap (eine Art Polenta aus weissem Mais) genossen.

Die Härte des Busches: Ein tägliches Überleben, fressen oder gefressen werden!

Das Überleben im Busch ist sehr hart, besonders wenn man an den Komfort des modernen Lebens gewöhnt ist. Die Nächte waren kalt, und die Tage unerbittlich heiss. Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht von 30º Celsius sind keine Seltenheit. Die Geräusche der Wildnis wurden mein ständiger Begleiter. Kurz vor Sonnenaufgang, wenn das Licht gerade ausreichte, um die Umgebung zu erkennen, machte ich mich mit einem Wassersack, einem Wassercontainer und einer Schaufel auf den Weg zum Flussbett, das meistens ausgetrocknet war.

Der Wassersack diente zum Duschen, wofür ich 7 bis 8 Liter Wasser benötigte. Ich machte mich kurz nass, seifte mich ein und spülte das Seifenwasser anschließend ab. So lernte ich, Wasser zu sparen, und diese Gewohnheit habe ich bis heute beibehalten. Das Wasser im Container war zum Kochen und Trinken bestimmt und musste gefiltert werden. Es dauerte oft über zwei Stunden, um ein Loch im Flussbett zu graben und eine ausreichende Menge Wasser zu sammeln. Die harte Arbeit wurde durch grosse Steine erschwert, die den Fortschritt immer wieder stoppten. Aber einmal gegraben, konnte ich das Wasserloch immer wieder verwenden – so dachte ich zumindest.

Die unerwarteten Gäste

Am nächsten Morgen wollte ich mir wieder meine tägliche Wasserration holen, aber ein riesiger Elefantenbulle hatte mein Wasserloch, meine schwer erarbeitete Wasserquelle, in Beschlag genommen. Er sah mich an, als wollte er sagen: »Ich war zuerst da!« Das stimmte zwar, aber ich hatte das Loch gegraben, also war es mein Wasserloch. Ich beobachtete ihn lange, in der Hoffnung, dass er bald weiterzieht und mir etwas Wasser übriglassen würde. Doch zu meinem Pech kamen noch ein zweiter und dritter Elefant hinzu. Die Giganten standen träge in der Morgensonne und tranken genüsslich das Wasser, für das ich so hart gearbeitet hatte. Mir blieb nichts anderes übrig, als ein zweites Loch, weiter weg, zu graben.

Während ich erneut in die Tiefe grub, schauten mir die drei Elefanten interessiert zu. Ihre Neugierde schien unersättlich, und ich war überzeugt, dass sie bereits den nächsten Plan schmiedeten, um mir auch dieses Wasserloch streitig zu machen. Es war klar, dass ich keine Chance hatte, ihnen das Wasser zu entziehen.

Die Schönheit der Wildnis

Doch wollte ich überhaupt eine Chance? Mit jedem Spatenstich wurde mir klar, dass ich eins mit der Natur war. Die Herausforderungen des Überlebens im Busch machten mich stärker und lehrten mich Demut. Die Ruhe, die Wildnis und der Duft der Elefanten wurden zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Elefanten haben einen besonderen Geruch, der süsslich und erdig zugleich ist, und es machte mir Freude, sie vor meinem Wasserloch zu fotografieren.

Die Elefanten nahmen nicht nur mein Wasser, sondern gaben mir auch etwas zurück: eine tiefe Verbindung zur Natur und eine unvergleichliche Erfahrung, die mein Leben bereicherte. Ihre majestätische Präsenz und ihr ruhiges Verhalten lehrten mich Geduld und Respekt vor der Natur.

Das Leben als Game Ranger war eine Reise voller Abenteuer und unerwarteter Lektionen. Jeder Tag brachte neue Herausforderungen und Überraschungen, die mich lehrten, im Einklang mit der Natur zu leben. Die Elefanten, die mein Wasserloch beanspruchten, waren mehr als nur Rivalen; sie waren Lehrer, die mir zeigten, wie man in Harmonie mit der Umgebung lebt.

Diese Erfahrungen prägen noch heute mein Leben. Das Bewusstsein für die Schönheit und die Herausforderungen der Natur hat mich gelehrt, nachhaltiger und respektvoller zu leben. Ich bin dankbar für jede Minute, die ich in der Wildnis verbracht habe, und für die Weisheiten, die ich von den Elefanten und anderen Bewohnern des Buschs lernen durfte.

Das ist doch das echte Leben in und mit der Natur – eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.

Wie mir die Eskapaden einer Touristin beinahe das Wildnisabenteuer vergällten

Wie mir die Eskapaden einer Touristin beinahe das Wildnisabenteuer vergällten

Wie manche Leute vergessen haben, dass sie ein Teil der Natur sind, habe ich zum ersten Male im Juni 1979 im Okavango Delta in Botswana erlebt.

Nach unserem waghalsigen Flug begrüssten Pierre und ich die anderen Gäste sowie unsere Gastgeber und nahmen unsere Zelte in Besitz. Der Plan war, dass wir uns vier Nächte vom Hauptcamp trennen würden, um mit den Mokoros auf Fotosafari zu «schwimmen».

Ein Mokoro ist ein etwa vier Meter langes Einbaumboot, das aus dem Leberwurstbaum gefertigt wird und von einem Bootsführer mit einem langen Stock geführt wird.

Der grösste Vorteil gegenüber der Safari mit Geländewagen ist, dass man auf dem Wasser kaum Lärm verursacht und dadurch die Tiere es nicht als Bedrohung empfinden.  Die Einheimischen verwenden seit Generation dieses Fortbewegungsmittel. Der Nachteil ist, dass man vorwiegend zwischen Papyrus und unzähligen Spinnen den kleineren Wasserkanälen folgt, weil in den grösseren das Flusspferd (Hippo) und das Nilkrokodil ihren Lebensraum haben, den wir respektieren.

Wir wurden gefragt, ob wir bitte eine Dame mitnehmen möchten. Sie war allein, hatte Liebeskummer, kam soeben aus einer Beziehung und wusste nicht, wie Sie den Tag verbringen wollte.

Na ja, wir hatten Lebensmittel für sechs Personen mitgenommen, dann würde es wohl auch für sieben reichen. Ich war so hilfsbereit und bejahte den Wunsch der Dame, was ich später stark bereute.

Wir packten ein zusätzliches Mokoro mit unserer Ausrüstung und Lebensmitteln und ab ging es auf ins Abenteuer, eins sein mit der Natur, weit weg von Alltag und Zivilisation.

Während der Fahrt mit dem Mokoro hielt sich «mein» Gast die ganze Zeit unter einer Jacke versteckt, weil wir so einigen Spinnen begegneten. Es war ihr unangenehm und sie schrie immer laut auf, je nach Grösse der Spinne. Drei Stunden hielt sie es unter der Jacke aus und verpasste so natürlich die wilden Tiere, Vögel und anderes.

Bei der Ankunft auf einer Insel half sie selbstverständlich nicht beim Aufbau der Zelte. Oh nein, das ist doch Männersache!

Während wir noch bei Tageslicht eine Feuerstelle mit Steinen bauten und Holz suchten, damit wir kochen und das Feuer durch die Nacht am Leben erhalten konnten, hat die Dame einfach mein Zelt beschlagnahmt. Nach Sonnenuntergang genossen wir unser Abendessen und teilten Erlebnisse mit unseren Guides und unserem Bootsführer bis spät in die Nacht. Die Dame ging schon früh schlafen, der Stress mit den Spinnen hatte ihr mitgespielt.

Als ich dann in mein Zelt wollte, verweigerte sie mir den Eintritt. Ich schlief deshalb auf dem nackten Boden – meine Schaummatte war ja im Zelt – neben dem Feuer unter den Sternenhimmel.

Am nächsten Morgen war die Dame früh wach und ging zum Flussufer, um ihre Katzenwäsche zu erledigen und ihre Haare zu waschen. Danach fragte sie, wo sie ihren Haartrockner anschliessen könne, und war ganz erstaunt, dass wir keinen Generator im zusätzlichen Mokoro mitgenommen hatten. Zum Glück gab es zu dieser Zeit noch kein Smartphone, ansonsten wir noch eine weitere Erfahrung erleben durften.

Jeden Abend gingen wir mit dem Mokoro in den kleinen Fluss. Während eine Person Ausschau nach Krokos und Hippos hielt, zogen sich die andere aus und konnten sich waschen wie vor x tausend Jahren schon. Die prüde Dame machte natürlich nicht mit.

Trotz der Eskapaden dieser Dame hatten wir doch eine gute Zeit und ich bin um eine Erfahrung reicher geworden. Von da an machte ich meine Ausflüge in die Wildnis nur noch mit naturverbundenen Menschen.

Ein waghalsiges Flugmanöver im Okavango Delta

Ein waghalsiges Flugmanöver im Okavango Delta

Das Okavango Delta ist das im Nordwest-Distrikt Botswanas gelegene Binnendelta des Okavangos. Der Okavango-Fluss entspringt in Angola und fliesst rund 1’800 km nicht in den Ozean, sondern ins Landesinnere. In Botswana endet er im grössten Flussdelta der Welt mit einer Fläche von ca. 20’000 km². Das Gebiet beherbergt eine der grössten Artenvielfalt und ein einzigartiges Ökosystem.

Ich bin mit Pierre, meinem damaligen Freund, der gerade seinen Flugschein gemacht hat und seine vorgeschriebenen Flugstunden fliegen musste, von Johannesburg zu unserem Zwischenstopp in Maun, der Hauptstadt des Nordwest-Distriktes Botswana, geflogen.

Fliegen in einem privaten Flugzeug war damals noch ein richtiges Abenteuer, das unter die Haut ging.

Weshalb einen Zwischenstopp und nicht geradewegs ans Ziel? Die zweimotorige Beechcraft Baron 55 hatte doch noch genug Treibstoff?

Zwei Gründe: Ersten mussten wir nach Maun für die Einreise ins Land und der zweite Grund war ganz anders und gut kannte ich ihn vorher nicht.

Nach der aufwendigen Passkontrolle starteten wir, hoben ab, flogen einen Kreis und dann musste ich als «Copilot» darauf achten, wann wir genau über dem Kontrollturm des Flugplatzes Maun waren. Dann hiess es, auf die Stoppuhr drücken und dem Piloten frühzeitig melden, wann wir 12 Minuten erreichen werden. Wir flogen nach Zeit und Kompass.

11 Minuten 50, 51, 52… 12 Minuten.

Wir suchten, nahmen die Gegend unter die Lupe, irgendwo da unten musste es sein und plötzlich Erleichterung, da war sie, die kleine Sandpiste mit dem Camp nebendran.

Noch nie war eine zweimotorige Maschine dort gelandet. Die Piste war kurz. Am Anfang war Wasser und am Ende war wieder Wasser, das hiess, Pierre musste genau an Anfang ansetzen und bremsen bevor das schwere Flugzeug das Ende der rauen Piste erreichte.

Alles ging prima, aber geschwitzt haben wir trotzdem.

Das Camp war einfach, ein Hauptzelt mit der Küche und Vorräte sowie zehn Zelte mit je zwei komfortablen Betten, ein offener Schrank, um Kleider darin aufzuhängen und das Wichtigste: ein riesiges Moskito Netz. Strom aus einem Generator war nur während ein paar Stunden für das Abendessens und am Morgen vorhanden.

Die Ruhe hat mich umarmt und ich war wieder in meinem Element, ich war eins mit der Natur.

– Fortsetzung: Wie mir die Eskapaden einer Touristin fast das Wildnisabenteuer vergällten